j.kunze

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Geschichte der Evangelischen Kirche in Lampertheim-Hofheim

Die Geschichte der evangelischen Kirche in Lampertheim-Hofheim reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits 802 wird eine Kirche im Ort urkundlich erwähnt. Diese frühe Kirche war dem Erzengel Michael geweiht und gehörte kirchlich zum Erzbistum Mainz.

Im Zuge der Reformation hielt der evangelische Glaube Einzug in Hofheim. 1563 führte Kurfürst Friedrich III. in der Kurpfalz das reformierte Bekenntnis ein. Bereits 1568 ist mit Peter Oberkampf der erste namentlich bekannte evangelische Pfarrer in Hofheim belegt. In den folgenden Jahrzehnten wechselte das Bekenntnis der Gemeinde mehrfach zwischen lutherisch, reformiert und katholisch – ein Spiegel der politischen und konfessionellen Veränderungen jener Zeit. 1624/1625 wurde der Ort wieder katholisch, bevor während des Dreißigjährigen Krieges zeitweise erneut evangelische Gottesdienste stattfanden.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg entwickelte sich die evangelische Gemeinde langsam neu. Im 19. Jahrhundert wuchs der evangelische Bevölkerungsanteil stetig an. Im Jahr 1900 lebten bereits Diakonissen im Ort und engagierten sich in der Kinderbetreuung und Krankenpflege. 1903 wurde ein evangelischer Kindergarten eingerichtet, der das kirchliche Leben zusätzlich stärkte.

Ein bedeutender Meilenstein war die Einweihung der Evangelischen Friedenskirche am 26. Mai 1963. Mit dem modernen Kirchenbau erhielt die evangelische Gemeinde in Hofheim ein eigenes Gotteshaus, das bis heute Mittelpunkt des Gemeindelebens ist.

Durch die hessische Gebietsreform wurde Hofheim am 1. Oktober 1971 in die Stadt Lampertheim eingegliedert. Die evangelische Kirchengemeinde blieb jedoch ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Lebens im Ort und bietet bis heute Gottesdienste, Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik sowie vielfältige Veranstaltungen für Menschen aller Generationen an.